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Montag, 15. Mär. 10
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Mobiles
Opel Rekord B schrieb große Geschichte Rüsselsheim - Der Opel Rekord B ist der Auto gewordene Widerspruch. Als er 1965 zu den Händlern kam, war er zwar ein neues Auto, das andererseits aber so neu nicht war. Er war altbacken wie modern, war Lückenbüßer und Wegbereiter. Für die Opel-Fahrer war er später einfach das „Zwischenmodell”: Jener Rekord, der zwischen den erfolgreichen Familienmitgliedern A und C stand. Der Modellname Rekord war über Jahrzehnte eine feste Größe, die mit der Marke Opel verbunden wurde. Bis in die achtziger Jahre bekamen die unverwüstlichen Gebrauchs-Limousinen der Mittelklasse dieses Namensschild an die Kofferraumklappe geschraubt. Begonnen hatte die Geschichte 1953, als ein Opel Olympia erstmals diesen Namenszusatz erhielt. Zehn Jahr später rollte das erste Modell vom Band, das nur Rekord genannt wurde; der Buchstabe A kam später dazu. 1965 sollte dann der Rekord B folgen. Denn es war Zeit für Neuerungen: Nicht nur das Design des ersten Rekord wirkte altbacken. Die Motoren hatten sich laut der in Mainz erscheinenden Zeitschrift „Oldtimer Markt” zwar den Ruf „absoluter Unkaputtbarkeit” erarbeitet, aber auch fast 30 Jahre auf dem Buckel. Um mit der Konkurrenz mithalten zu können, bekam der Rekord B also neue Motoren. Gewählt werden konnte zwischen einem 1500er mit 44 kW/60 PS, dem 55 kW/75 PS starken 1700er und als Topmodell unter diesen Vierzylindern dem 1900er mit 66 kW/90 PS. Ein Sechszylinder stand ebenfalls zur Wahl. Natürlich muss sich ein neues Modell auch äußerlich vom Vorgänger unterscheiden, um das Interesse der Käufer zu wecken. Bei Opel jedoch schien man nicht die rechte Lust gehabt zu haben, dem Auto ein komplett neues Kleid zu verpassen. Und so erinnert der B zumindest in der Seitenansicht stark an den ersten Rekord. An Front und Heck dagegen fällt die Unterscheidung nicht schwer. So weist die Frontpartie statt der runden Leuchten des Vorgängers rechteckige Scheinwerfer auf. Sie wurden beim späteren Erfolgsmodell Rekord C nahezu unverändert übernommen. Ähnliches gilt für das Heck, an dem an beiden Seiten je zwei runde Leuchten prangten. Diese Heckbeleuchtung sollte auch dem Klassiker Opel GT sowie dem ersten Opel Manta zu einem eigenen Erscheinungsbild verhelfen. Ansonsten bot der Rekord B wenig Aufsehen Erregendes was aber auch niemand wirklich erwartete. Schließlich war so ein Opel der typische Familientransporter seiner Zeit. Er sollte eben nichts anderes sein als praktisch und zuverlässig. Für diejenigen, die zumindest einen leichten Hang zur Extravaganz verspürten, gab es immerhin noch ein zweitüriges Coupé. Fast wie zum Ausgleich für den Exoten wurde auch eine Kombi-Version angeboten. Doch irgendwie war das alles nichts Halbes und nichts Ganzes. Zwar konnten die Fahrer eines Rekord 1900S nun mit 160 Kilometer pro Stunde (km/h) über die Autobahn brettern. Aber das konnten andere Autos auch und die waren optisch nicht so ein verzweifelt aufgepepptes Altauto. Vielleicht waren die Mannen bei Opel auch mittlerweile selbst zu begeistert vom Nachfolger dieses Nachfolgemodells: Nur elf Monate nach dem Start des Rekord B im August 1965 war im Juli 1966 schon wieder Schluss. In dieser Zeit hatte sich der Rekord immerhin fast 300 000 mal verkauft. Trotzdem wollte Opel mehr. Also folgte der Rekord C, der dann tatsächlich als millionenfach gebautes Erfolgsmodell in die Geschichte eingehen sollte. Ob ihm die Gesichtszüge des Rekord B mit den typischen rechteckigen Scheinwerfern dabei halfen wer weiß? dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/a/service/auto/liebhaberautos/t/rzo110416.html |
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