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Freitag, 19. Mär. 10
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Mobiles
Autodiebe haben es immer schwerer Berlin/Frankfurt/Main - Am Vorabend stand das Auto noch am gewohnten Platz, am Morgen fehlt davon jede Spur.
Auch wenn die Autobauer immer bessere Schlösser, Alarmanlagen und Wegfahrsperren einbauen, gibt es keinen absoluten Schutz vor Diebstahl. Das Risiko, einen leeren Parkplatz vorzufinden, ist aber nicht immer gleich hoch: Abstellort, Fahrzeugtyp und Ausstattung des Wagens beeinflussen es. Das bei Autodieben beliebteste Modell war im Jahr 2003 der BMW X5 4.4. Jeder 30. dieser Nobelgeländewagen wurde geklaut, heißt es beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin. Dahinter folgen der VW-Bus Caravelle T4 und der Mercedes E 250 D. Die Präferenz der Diebe richtet sich nach ihrem Absatzmarkt: „Luxusgeländewagen sind robust und repräsentativ”, erläutert GDV-Sprecher Klaus Brandenstein. In Osteuropa - immer noch ein wichtiger Markt für Diebe - gebe es neben dem Wunsch nach einem noblen Auto eben auch noch Schlaglöcher in den Straßen. Insgesamt sank die Klaurate jedoch auf 1,0 pro 1000 versicherte Fahrzeuge - laut GDV der niedrigste Wert seit 1991. Der Grund ist vor allem die technische Aufrüstung: Die Wegfahrsperre, die seit 1995 in jedes Auto eingebaut wird, spielt nach Angaben des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) in Frankfurt eine entscheidende Rolle. Bei der elektronischen Wegfahrsperre sorgt ein Signal, das in der Regel vom Schlüssel ausgeht, dafür, dass die Bordelektronik anspringt. „Einige Hersteller bauen auch Wegfahrsperren mit Wechselcodes ein”, erläutert Manfred Groß, Technik-Berater beim ADAC in Landsberg (Bayern). Dabei legt zum Beispiel der Sender im Schlüssel am Ende der Fahrt den Code für die nächste Tour fest. „Aber so wie die Hersteller aufrüsten, rüsten auch organisierte Diebe auf.” Auf bestimmte Fahrzeugtypen spezialisierte Banden brechen etwa gezielt in Werkstätten ein, um an Unterlagen und Codierungsgeräte zu kommen. Beim so genannten Homejacking steigen Diebe dagegen in Wohnungen ein, um Original-Autoschlüssel zu stehlen. Und auch alte Tricks klappen immer noch: „Da steht zum Beispiel ein Karton in der Einfahrt. Der Autofahrer steigt aus, um ihn zur Seite zu räumen, und lässt den Motor laufen”, erklärt Brandenstein. Noch ehe der Fahrer begreift, was vor sich geht, fahren die Diebe mit dem Auto davon. Schutz bieten sollen neue Alarmanlagen , die mehr können als nur hupen. Neben den Sensoren, die einen Diebstahl registrieren, haben sie ein Ortungssystem und einen Sender, erklärt Arnulf Thiemel von der ADAC-Fahrzeugtechnik in Landsberg. Der Sender setzt im Notfall meist einen stillen Alarm ab. Dann kann der Wagen geortet und sogar „ferngesteuert” werden: „Bei einigen Modellen können Hupe oder Lampen betätigt werden.” Auch das Abstellen des Motors ist möglich - aus Sicherheitsgründen aber nur, wenn der Wagen hält. Der Preis ist aber hoch: „Um die 1000 Euro kosten die Anlagen, dazu kommt der Einbau.” Ist der Wagen trotz aller Vorsichtsmaßnahmen verschwunden, müssen Betroffene dies sofort der Polizei und ihrer Versicherung melden. „Innerhalb von vier Wochen wird der Fall dann in der Regel geprüft”, sagt GDV-Sprecher Brandenstein. Bleibt der Wagen verschwunden und gibt es keine Anzeichen von Versicherungsbetrug, ermittelt die Versicherung den Schadenersatz. Der Wert des Wagens samt Zubehör wird dann abzüglich des Selbstbehaltes überwiesen - vorausgesetzt, dass sich der Halter nicht grob fahrlässig verhalten hat. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/a/service/auto/t/rzo109884.html |
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