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Sonntag, 14. Mär. 10
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Mobiles
Künftig auch Cabrios mit Selbstzünder München/Saarbrücken - Der Dieselmotor erobert neue Nischen. Künftig wird es eine breitere Auswahl an Cabrios mit Dieselantrieb geben.
Selbst sportlich-luxuriöse Fahrzeuge sollen in Zukunft für die Aggregate nicht mehr zu schade sein. „Die Benzinpreise haben den Leuten die Laune verdorben und sie dem Diesel buchstäblich in die Arme getrieben”, erklärt der Marktforscher Ferdinand Dudenhöffer von der Fachhochschule Gelsenkirchen. Er verweist auf die Zulassungsstatistik: Dort wird der Diesel seinen Marktanteil laut Dudenhöffer noch einmal steigern. Dieser Entwicklung beugt sich nun auch BMW. Die Bayern haben für das kommende Frühjahr den 320 Cd auch ohne festes Dach angekündigt. Auch Saab denkt an einen offenen Diesel: „Wir arbeiten daran, den 1,9-Liter mit 110 kW/150 PS auch ins Cabrio zu bringen”, so Pressesprecher Olaf Meidt. Bei Peugeot sind gleich zwei Diesel-Cabrios bereits beschlossene Sache: „Noch vor der Sommersaison 2005 kommt der 206 CC als HDI. Später im Jahr wird dann voraussichtlich der 307 CC als Diesel folgen”, kündigt Pressesprecher Bernhard Voß an. Ganz neu ist der Diesel im Cabrio allerdings nicht. VW und Audi haben bereits seit 1995 Open-Air-Selbstzünder im Golf und A4 im Programm. Auch in sportlichen Fahrzeugen wird der Diesel mehr und mehr salonfähig. So bietet etwa der Mercedes-Tuner AMG die C-Klasse als C 30 CDI AMG mit 170 kW/231 PS - Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h. Peugeot hat eigens zur Imagepflege des Diesels eine Rennserie gestartet, dafür die Designstudie RC in einer Kleinserie produziert und ihr einen 2,2 Liter großen HDI-Motor mit 131 kW/178 PS eingebaut. Auch in Coupés ist der Diesel etabliert. So kommt der HDI-Motor im zweitürigen 406 von Peugeot auf einen Verkaufsanteil von mehr als 60 Prozent. Mercedes hat im Sportcoupé der C-Klasse und im CLK offensichtlich mittlerweile so viel Erfolg mit den Selbstzündern gehabt, dass Pressesprecher Johannes Reifenrath für das Jahr 2005 einen neuen Sechszylinder-Diesel für den CLS in Aussicht stellt. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hat dagegen wiederholt Gerüchte über einen Diesel bei Porsche zurück gewiesen: Den Cayenne werde es nicht mit einem Selbstzünder geben. „Ein Porsche-Motor bringt seine Leistung über ein breites Drehzahlband, das über 7000 Umdrehungen pro Minute reicht.” Das bedeute bessere Agilität und besseres Sprintverhalten. „Beim Diesel ist einfach viel zu früh Schluss”, sagt Wiedeking und verweist zudem auf den Nachteil des höheren Gewichts der Motoren. Auch BMW-Sprecher Sauer bremst die Euphorie: „Mit dem 320 Cd ist nicht die Lanze gebrochen für einen schnellen Einsatz des Diesels in allen Nischenmodellen.” Deshalb dürfe man aus dem 320 Cd nicht auch auf einen Diesel etwa für den Sechser schließen. Man müsse ja nicht alles, was in der Theorie möglich ist, auch in die Praxis umsetzen. Weil der Sechser vor allem in den USA verkauft werde und der Diesel dort kein Thema sei, hält Sauer zum Beispiel einen 635 Cd für sehr unwahrscheinlich. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/a/service/auto/t/rzo111274.html |
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