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Montag, 15. Mär. 10

Nissan MuranoHaar - Das Murano-Design ist eigen. Mit seinen aus­gepräg­ten Run­dun­gen erin­nert er an ein großes Stück Seife. Das kur­ven­rei­che und mus­kulöse Heck mit zwei Aus­puf­fen­droh­ren setzt sich elegant von der Masse…

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Nissan Murano: Vornehmer Allrad-Gigant

Haar - Das Murano-Design ist eigen. Mit seinen aus­gepräg­ten Run­dun­gen erin­nert er an ein großes Stück Seife. Das kur­ven­rei­che und mus­kulöse Heck mit zwei Aus­puf­fen­droh­ren setzt sich elegant von der Masse ab.

Nissan Murano

Groß und geräu­mig

Nicht ganz gelun­gen erscheint die Front mit dem breiten Chrom-Kühler­grill und den leicht zuge­knif­fen wir­ken­den Leuch­ten, die zu einem breiten Grinsen ver­schmel­zen.

Grüße vom Z

Auffäl­lig ist die bereits vom 350Z bekannte Lackie­rung in Metal­lic-Oran­ge. Der sport­liche Zwei­sit­zer hat dem Murano auch die Cock­pit­ein­heit mit drei gelb unter­leg­ten Rund­instru­men­ten gespen­det. Wie auch im Z ist der Murano-Arbeits­platz auf­geräumt, weit­gehend hoch­wer­tig und über­dies auch noch extrem groß. Die rich­tige Posi­tion findet der Fahrer dank der Ver­stell­mög­lich­kei­ten für Peda­lerie und Lenkrad pro­blem­los.

Die elektrisch einstellbaren Ledersitze könnten jedoch straf­fer sein und mehr Sei­ten­halt bieten. Beein­dru­ckend ist auch der Platz im Fond. Der Murano bietet bis zu 66 Zen­time­ter Knie­raum ein Spit­zen­wert selbst in seiner Klasse. Die Rücken­lehne ist zudem in der Neigung ver­stell­bar. Arm­leh­nen vorne und hinten, diverse Staufächer sowie Geträn­kehal­ter sind weitere Kom­fort­details.

Gepäck­abteil: Leicht erweiter­bar

Fensterhoch gehen 476 Liter in das Gepäck­abteil des Murano. Gut gelöst ist die Erwei­terung: Zieht man zwei große Hebel im Kof­fer­raum, klappt die Lehne des Rück­sit­zes von selbst nach vorne. Gleich­zei­tig senkt sich dabei die Bein­auf­lage ab und ein dach­hoch etwa 1300 Liter großer Stau­raum ent­steht. Ange­sichts der Größe des Murano sicher­lich kein Spit­zen­wert.

Seri­enmäßig voll aus­gestat­tet

Ansonsten ist der Murano randvoll mit Luxus und Elek­tro­nik. Es gibt nur wenige Extras, die sich nicht bereits seri­enmäßig an Bord befin­den. Der europäi­schen Version fehlen jedoch Nebel­schein­wer­fer. Sie wurden durch zusätz­liche Ölküh­ler ersetzt, damit es dem V6-Antrieb auch bei schnel­len Auto­bahn­fahr­ten nicht zu warm wird.

Geschmei­diger Kraft­protz

Apropos Motor: Das V6-Triebwerk mit 3,5-Litern Hubraum begeistert vor allem mit seidigem Klang und Drehfreudigkeit. Im Murano leistet der Sechszylinder 234 PS und 318 Newtonmeter Drehmoment. Die Homologation ist noch nicht abgeschlossen, doch soll die Höchstgeschwindigkeit knapp über 200 km/h liegen. Die 100 km/h erreicht der Murano bereits nach 9,3 Sekunden. Den guten Fahrleistungen steht ein Verbrauch von 12,3 Litern Benzin gegenüber. Einen Diesel wird es übrigens nicht geben.

Wundersames CVT-Getriebe

Einen zwiespältigen Eindruck hat das stufenlose CVT-Getriebe hinterlassen. Toll ist die sehr lineare Beschleunigung ohne Schaltvorgänge. Eigenartig wirkt hingegen der Gummiband-Effekt: Wenn es bergauf geht und man die Geschwindigkeit per Gasbefehl halten will, eilt zwar die Drehzahl nach oben, von Beschleunigung spürt man hingegen wenig. Ein simuliertes Schaltgetriebe mit sechs fest programmierten Gängen kann alternativ über den Wahlhebel in der Mittelkonsole betätigt werden. In diesem Schaltmodus vermittelt das CVT-Getriebe ein direktes und sportliches Gefühl.

Schön wären noch Gangwahlschalter am Lenkrad. Denn wer auf engen Kurvenstrecken ambitioniert unterwegs ist, bekommt viel zu tun und braucht meist beide Hände am Lenkrad. Der Murano geht dann mit deutlicher Seitenneigung ums Eck und schiebt gerne über die Vorderräder. Nun, der große Nissan ist eher ein Cruiser denn ein Sportler, wobei er ein weitgehend Pkw-ähnliches und handliches Fahrverhalten mit gutem Federungskomfort verbindet.

Allradantrieb

Einfach gestrickt ist das Allradsystem des Murano. Eine zentrale Lamellenkupplung sorgt normal für eine Kraftverteilung von 91 Prozent an die Vorder- und neun Prozent an die Hinterräder. Werden Traktionsverluste an den Vorderrädern registriert, gehen bis zu 50 Prozent automatisch nach hinten. Für schwierigen Untergrund kann man per Knopfdruck das Lock-Programm aktivieren. Dann werden permanent je 50 Prozent an beide Achsen verteilt. Obwohl das Allradsystem besseres Vorankommen abseits asphaltierter Wege ermöglicht, ist der Murano kein Offroader.

Hohes Sicherheitsniveau

Dafür sorgen ESP Plus, ABS, eine Traktionskontrolle und vier Bremsscheiben für ein sicheres Vorankommen auf asphaltierten Straßen. Unter anderem Front-, Seiten- und vorhangartige Kopfairbags vermindern zusätzlich die Unfallrisiken für die Insassen.

Fazit: Viel Platz und Ausstattung, tolle Technik und Eleganz

Der Nissan Murano ist ein Auto für Leute mit gut gefülltem Konto. 42500 Euro sind eben doch eine Menge Geld. Dafür bekommt man viel Auto und eine besonders üppige Ausstattung. Bei den Platzhirschen aus Deutschland wie M-Klasse, Touareg und X5 muss man für die zahlreichen hochwertigen Extras viele tausend Euro mehr berappen. Vor allem im Fond begeistert der Murano zudem mit viel Platz. Angesichts der Größe ist der Kofferraum hingegen etwas klein ausgefallen. Dafür lässt sich das Gepäckabteil besonders leicht und elegant erweitern.
Datenblatt
Nissan Murano
Motor und Antrieb
V-Motor
6 Zylinder, 4 Ventile pro Zylinder
Hubraum: 3498 ccm
max. Leistung: 172 kW (234 PS) bei 6000 U/min
max. Drehmoment: 318 Nm bei 3600 U/min
Allradantrieb
Stufenloses 6-Gang-Automatikgetriebe CVT
Messwerte
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Beschleunigung 0 - 100 km/h: 9,3 sec.
Gesamtverbrauch: 12,3 Liter auf 100 km
Schadstoffklasse: Euro 4
Maße und Gewichte
Leergewicht: 1870 kg
Länge: 4770 mm
Breite: 1880 mm
Höhe: 1685 mm
Radstand: 2825 mm
Zuladung: 510 kg
Kofferraumvolumen: 476 bis 1300 Liter
Kraftstoffart: Superbenzin
Preisliste
Nissan Murano
Grundpreis: 42500 Euro
Serienausstattung: Abgedunkelte Scheiben ab B-Säule, Bi-Xenon-Scheinwerfer, Dachreling,18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Allradantrieb, CVT-Getriebe mit manuellerSechsgang-Schaltfunktion, Rückfahrkamera, DVD-Navigation mit7-Zoll-Farbdisplay, Klimaautomatik, Tempomat, elektrisch einstellbare undbeheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber 4-fach, Bose-Soundsystem mit6-Fach-CD-Wechsler, ABS, EBD, ESP, Traktionskontrolle, sechs Airbags,Volllederausstattung, elektrisch verstellbare und beheizbare Vordersitze,automatisch abblendender Innenspiegel
Sonderausstattung Preis in Euro
Metallic-Lackierung 690
Stand: Dezember 2004

dpa-infocom


http://rhein-zeitung.de/a/service/auto/test/t/rzo114264.html
Mittwoch, 22. Dezember 2004, 15:18 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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