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Archiviert am
Sonntag, 10. April 05 |
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Aus: Berliner Symphoniker geben auf Berlin - Die insolventen Berliner Symphoniker müssen aufgeben. Die Rettung des Orchesters auf privatwirtschaftlicher Basis sei am mangelnden Interesse von Sponsoren gescheitert, betonte der Insolvenzverwalter Christian Köhler-Ma am Freitag auf einer Betriebsversammlung. Der Senat hatte den 55 Musikern im vergangenen Jahr die Zuschüsse in Höhe von 3 Millionen Euro pro Spielzeit gestrichen. An diesem Sonntag (16.00) findet in der Philharmonie das letzte Konzert des besonders bei Familien populären Orchesters statt. Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage sei es der im Dezember gegründeten neuen Trägergesellschaft nicht gelungen, durch Spenden wenigstens 300 000 Euro für die weitere Arbeit des Orchesters aufzutreiben, auch wenn die Musiker einen erheblichen Gehaltsverzicht leisteten. „Ich bedaure sehr, dieses renommierte Orchester auflösen zu müssen”, betonte Köhler-Ma von der Berliner Kanzlei Leonhardt & Partner. Die Berliner Symphoniker wurden seit 1966 vom Staat finanziert, der aber wegen der schwierigen Haushaltslage in Berlin 2004 die Zuschüsse strich. Das hatte zu erheblichen Protesten von verschiedenen Seiten geführt, auch prominente Persönlichkeiten wie Reinhard Mey und Walter Scheel unterstützten das Orchester in seinen Bemühungen, seine Existenz zu erhalten. Zuletzt hatte der Geschäftsführer des Orchesters Andreas Moritz am 14. März vor dem Kulturausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses für eine Zuwendung in Höhe von 80 000 Euro geworben, um Zeit für die Verhandlungen mit den Sponsoren zu gewinnen. „Es wurde uns sehr schwer gemacht, erstmals in Deutschland eine Kulturinstitution diesen Ranges auf eigene, privatwirtschaftliche Beine zu stellen”, meinte Moritz. Insolvenzverwalter Köhler-Ma kündigte an, die bisher eingegangenen Spendengelder auf einem Treuhandkonto zu verwahren und die betroffenen Spender noch einmal anzuschreiben. Noch im Dezember hatte sich Köhler-Ma optimistisch gezeigt. Die Berliner Symphoniker hätten einen hohen Bekanntheistgrad und arbeiteten seit Jahrzehnten besonders mit Kindern und Jugendlichen sowie verschiedenen Chören zusammen. Sie wirkten auch bei so genannten Crossover-Konzerten mit Metallica, Nena oder den Scorpions mit und gastierten bei weltweiten Tourneen in den USA, Japan und über 20 anderen Ländern. dpa-infocom
http://rhein-zeitung.de/on/05/04/10/magazin/musik/t/rzo141789.html |
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