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Sonntag, 10. April 05

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Hofmann zum Auftakt der Motorrad-WM Elfter

Jerez de la Frontera - Ausfälle, Stürze, Enttäuschungen - die deutschen Motorrad-Piloten haben beim Start in die neue WM-Saison fast komplett die Punkteränge verfehlt.

Überholmanöver

Valentino Rossi (l) attackiert den Spanier Sete Gibernau.

Der elfte Platz des in Zürich lebenden Bochumers Alex Hofmann mit seiner Kawasaki in der MotoGP-Klasse brachte mit fünf Punkten den einzigen zählbaren Erfolg. Tagessieger auf dem südspanischen Kurs vor der Rekordkulisse von 127 000 Zuschauern wurden die Titelverteidiger Valentino Rossi (Italien/Yamaha) in der „Königsklasse” MotoGP und Daniel Pedrosa (Spanien/Honda) in der Viertelliter-Kategorie bis 250 ccm sowie in der Kategorie bis 125 ccm der italienische Aprilia-Fahrer Marco Simoncelli.

Rossi kam nach einer harten Attacke in der letzten Kurve gegen den Spanier Sete Gibernau zum Erfolg. Er drängte den neben ihm fahrenden Lokalmatador, der trotzdem noch als Zweiter ins Ziel kam, ins Kiesbett und wurde nach seinem Erfolg von den Zuschauern gnadenlos ausgepfiffen. Alex Hofmann war nicht unzufrieden, obwohl auch wegen der Ausfälle einiger Topfahrer mehr möglich gewesen wäre. „Das Wochenende hat gezeigt, dass ich auf einem guten Weg bin. Es wird in diesem Jahr noch besser werden”, meinte er recht selbstzufrieden.

Steve Jenkner (Hohenstein-Ernstthal) stürzte bei seinem Einstand in der Klasse bis 250 ccm ebenso wie der Berliner Dario Giuseppetti in der Achtelliterklasse. Dirk Heidolf (Hohenstein-Ernstthal) musste seine 250er Honda mit Maschinenschaden vorzeitig abstellen. Die WM-Neulinge Sandro Cortese (Berkheim) als 20. und Sascha Hommel (Reichenbach) als 24. und Vorletzter standen kurz vor der Überrundung.

Jenkner vergab in dem von Windböen beeinträchtigten Rennen mit Ausfällen von 12 der 28 Starter etwas übermotiviert das greifbar nahe gute Debüt in der neuen Hubraumklasse. „Das Motorrad ist mir wie im Training über das Vorderrad weggerutscht. Die Schläge vorn haben wir nicht unter Kontrolle gebracht. Ich wollte aber den Anschluss zu den vor mir fahrenden nicht verlieren, bin am Limit gefahren”, erklärte der Sachse nach dem Sturz. „Ich weiß aber, was wir falsch gemacht haben. Es war die Einstellung, die wir geändert haben. Das werden wir im portugiesischen Estoril ändern”, kündigte Jenkner Besserung für das zweite WM-Rennen an.

dpa-infocom



http://rhein-zeitung.de/on/05/04/10/sport/t/rzo142136.html
Sonntag, 10. April 2005, 16:12 © RZ-Online GmbH (NewsDesk)
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